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Laufreise Wolfsburg September 2022

Auf geht’s zum Wolfsburg Marathon! Über 4000 Läufer werden von bis zu 20.000 Zuschauern auf der Strecke angefeuert. Es besteht die Möglichkeit, an einem 5 km-, 10 km-, Halbmarathon- oder Marathonlauf teilzunehmen. Wir werden hierzu auch ein kleines Rahmenprogramm anbieten und zwar ein lockeres Athletiktraining am Freitag und einen kurzen Vortrag zum Thema „Mentale Vorbereitung auf einen Wettkampf“. Ein weiteres Highlight am Freitagabend wird ein gemeinsamer Grillabend mit einer ehemaligen Laufkursteilnehmerin sein, die es nach Wolfsburg verschlagen hat.

Eine frühzeitige Anmeldung ist für unsere Planung hilfreich und schont euren Geldbeutel, da die Startgebühr schrittweise erhöht wird. Und hier geht’s zur Anmeldung:
https://www.laufundfitnessakademie.de/events/wolfsburg-marathon/

 


Halbmarathon in Lissabon

Dieses Jahr waren wir eine kleine Gruppe in Lissabon. Hintergrund war der durch Corona immer wieder verschobene Start des Halb-Marathons. Eigentlich hätte der Lauf bereits im März 2022 stattfinden sollen. Doch die Veranstalter verschoben den Termin immer wieder. Als wir Anfang des Jahres schon sicher waren, dass der Lauf im März stattfindet, kam die nächste Verschiebung – Mai 2022.
So viel zur Terminierung dieses Wettkampfes. Aber jetzt ging es los.

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…. Am Start nur noch Patricia, Gerhard und ich, wobei sich Gerhard für den 10er entschied während Patricia und ich den Halbmarathon gewählt haben.
In Lissabon trafen wir noch Sven und Michael aus Lampertheim, die sich uns anschlossen. Gemeinsam gingen wir am Vorabend zum Italiener, um nochmal Kohlenhydrate zu bunkern.
Michael erzählte mir, dass er den Halbmarathon in 1:40 bis 1:45 finishen möchte. Toll, dachte ich, diesmal habe ich jemanden, der mich zieht – mal etwas Anderes. Gerade bei der Hitze, es waren 30° im Schatten angekündigt, könnte das hilfreich sein. Mein Ziel habe ich tatsächlich erst am Tag des Starts festgelegt. Mich wurmt schon die ganze Zeit, dass auf meiner App als persönliche Halbmarathon-Bestzeit die des Gletschermarathons angezeigt wurde, das sollte sich heute ändern, so mein Entschluss. Also eine 1:45 h sollte es auf alle Fälle werden. Die Temperatur am Start war schon mehr als nur kuschlig. Wir verstanden alle nicht so recht, warum der Start erst um 10:20 Uhr erfolgte.
Aber dann ging es los, der Startschuss fiel und Michael lief neben mir. Der Start ist auf der anderen Seite von Lissabon an der grandiosen Hängebrücke, die man leicht mit der Golden Gate Bridge von San Francisco verwechseln kann. Gemeinsam ging es also über die 3 kilometerlange Brücke. Dann auf der nördlichen Seite des Tejo-Flusses angekommen, ging es in Richtung Lissabon-Zentrum. Bei Kilometer fünf lief Michael nur noch im Windschatten von mir und bei Kilometer sechs konnte er mein Tempo nicht mehr halten. Ich selbst fühlte mich gut und lief allein weiter. Bei Kilometer acht kam die erste Wende, wir waren inzwischen nahe am Stadtzentrum. Jetzt ging es wieder zurück in Richtung Bellem, das ist auch der Zielort. Wir näherten uns wieder der Hängebrücke und kurz darauf liefen wir unter der Brücke durch. Ich nutzte jede Verpflegungsstelle, um etwas zu trinken aber auch um mir Wasser über den Kopf und die Arme zu schütten. Es war brutal heiß und über die angebrachten Duschbrücken sowie die Berieselung durch die Feuerwehr waren sicher alle Läufer dankbar. Nie sah ich mehr Läufer als bei diesem Lauf, die von Sanitätern behandelt wurden. Die Hitze wurde immer heftiger.
Ich näherte mich der 13-Kilometermarke und der Zielort Bellem kam in Sicht. Wir liefen am Ziel vorbei und weitere vier Kilometer in Richtung Atlantik. Bei Kilometer 15 kam dann ein Torbogen, der passiert werden musste, auf dem Werbung für das örtliche Hospital gemacht wurde. Sehr beruhigend schoss es mir durch den Kopf. Weiter ging es bis zum nächsten Wendepunkt in Cruz Quebrada. Nun ging es wieder zurück nach Bellem. Langsam meldete sich mein Magen, irgendwie hatte die Sonne mir doch ordentlich zugesetzt. Aber ein Dixi am Streckenrand war meine Rettung. Die letzten zwei Kilometer sollten nun auch kein Problem mehr sein. Ich beschleunigte nochmal und konnte mit 1:42:04 den Lauf beenden. Meine App sagte, dass wir in der Endphase 36° Celsius hatten. Mein Körper sagte, das waren 36° im Schatten, aber hey, da war nirgends Schatten. Dennoch war ich sehr glücklich mit dieser Zeit. Michael benötigte über 2 Stunden, Sven über 2:30 und Patricia hatte richtig heftige Probleme mit der Hitze konnte aber auch den Halbmarathon in einer 2-Stundenzeit beenden.
Gerhard beendete seinen 10er in einer respektablen Zeit von 1:13:17.
Jeder, der bei diesem Lauf ins Ziel gekommen ist, ist ein wahrer Sieger. Sozusagen der Hölle Portugals entkommen.
(Peter)

 


7 Punkte, um ein erfolgreicher Läufer zu sein – Erfolg ist, was du selbst darunter verstehst

Du solltest dich nicht am Wort „erfolgreich“ stören. Erfolg kann für jeden etwas anderes bedeuten kann: Für die einen sind es neue Bestleistungen, für die anderen ein verletzungsfreies Laufjahr oder genügend freie Zeit, um ihrem Laufhobby nachgehen zu können.

Erfolg beim Laufen ist also, was du selbst darunter verstehst. Doch meine Punkte sind für jeden anwendbar und hilfreich! …

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Punkt 1 Erfolgreiche Läufer und Läuferinnen messen sich nicht an Anderen sondern an ihren eigenen Fortschritten.
Egal ob Facebook, Strava oder Instagram: Wir leben heute in einer Welt, in der der Vergleich mit anderen immer nur einen Mausklick entfernt ist. Das kann zum Problem werden, wenn wir unser Selbstwertgefühl davon abhängig machen, wie wir in diesem Vergleich abschneiden. Der Blick auf andere hilft uns auch nicht dabei, unsere Entwicklung zu überprüfen. Bist du auf dem richtigen Weg, wenn du heute mehr gelaufen bist oder schneller unterwegs warst als jemand anderes? Oder hatte dein „Vergleichsobjekt“ einfach nur einen schlechten Tag? Erfolgreiche Läufer und Läuferinnen schauen deshalb zuerst auf sich selbst und messen sich nur an ihren eigenen Fortschritten. Wo habe ich vor einem halben Jahr gestanden, und wo bin ich jetzt? Das sind die Fragen, die du dir stellen solltest!

Punkt 2: Erfolgreiche Läufer und Läuferinnen hören auf ihren Körper
Was tust du, wenn du dich schon seit drei Tagen schlapp fühlst und eigentlich keine Lust aufs Laufen hast? Dem Schweinehund die Zähne zeigen und dich trotzdem durchs Training beißen? Falsch! Erfolgreiche Läufer und Läuferinnen hören auf die Signale, die ihnen ihr Körper sendet, und ergreifen die entsprechenden Maßnahmen. Fühlst du dich müde und abgeschlagen? Dann könnte das heißen, dass du ein paar trainingsfreie Tage brauchst. Und wenn die Wade zwickt oder ein Muskel verhärtet ist, dann solltest du dich diesen „Baustellen“ zuwenden, und nicht einfach so weitermachen als sei alles in Ordnung. Dein Körper kann Unglaubliches leisten – aber nur dann, wenn du mit ihm statt gegen ihn arbeitest.

Punkt 3: Für erfolgreiche Läuferinnen und Läufer steht die Freude am Laufen im Vordergrund.
Warum läufst du? Für Ruhm und Ehre, Sponsorengelder und dicke Siegerschecks? Wohl kaum. Wahrscheinlich geht es dir vor allem um deine Gesundheit, einen Ausgleich zum Alltagsstress, die Zeit in der Natur und den Spaß an der Bewegung. Trotzdem nehmen wir uns unsere schlechten Tage, Motivationstiefs und „verpatzte“ Wettkämpfe oft viel zu sehr zu Herzen – und vergessen dabei, dass das Laufen unser Leben bereichern sollte, statt für Unzufriedenheit und Selbstzweifel zu sorgen.
Erfolgreiche Läufer und Läuferinnen stellen deshalb bei allem sportlichen Ehrgeiz immer die Freude am Laufen in den Vordergrund, und bleiben gelassen, wenn es mal nicht so läuft wie geplant.

Punkt 4: Erfolgreiche Läufer und Läuferinnen setzen sich Ziele
Hast du konkrete, greifbare Ziele? Wenn nicht, dann solltest du dir ein paar Minuten Zeit nehmen, um dir darüber klar zu werden. Die richtigen Ziele inspirieren uns und geben uns Orientierung auf unserem läuferischen Weg. Nur wenn du weißt, was du willst, kannst du es auch erreichen – egal, ob das eine besondere sportliche Herausforderung, mehr Regelmäßigkeit im Lauftraining oder ein besserer Laufstil ist. Deshalb setzen sich erfolgreiche Läufer und Läuferinnen konkrete Ziele, und behalten sie fest im Blick.

Punkt 5: Erfolgreiche Läufer und Läuferinnen lernen aus ihren Fehlern
Vielleicht ist dir irgendwo schon mal dieses Zitat der NBA-Legende Michael Jordan begegnet:
„Ich habe in meiner Karriere mehr als 9.000 Fehlwürfe gemacht. Ich habe fast 300 Spiele verloren. Sechsundzwanzig mal wurde mir der spielentscheidende Wurf anvertraut – und habe ihn daneben gesetzt. Ich bin in meinem Leben immer und immer wieder gescheitert … und genau deshalb bin ich erfolgreich.“ Es gibt zwei Dinge, die wir daraus mitnehmen können: Erstens: Niederlagen und Misserfolge gehören zu jeder sportlichen Karriere. Auch die Besten der Besten sind nicht unfehlbar. Und zweitens: Niederlagen und Misserfolge sind nicht nur unvermeidbar, sondern auch ein wichtiges Element auf dem Weg zum Erfolg. Die Voraussetzung dafür ist, dass man sich immer wieder kritisch hinterfragt. Erfolgreiche Läufer und Läuferinnen sind deshalb offen für neue Ansätze und bereit, aus ihren Fehlern zu lernen.
Dazu gehört auch, dass du ehrlich zu dir bist: Hast du es mit dem Training übertrieben und die Signale deines Körpers missachtet? Oder eine altbekannte Schwachstelle vernachlässigt, die dir jetzt „plötzlich“ wieder Probleme bereitet? Sich diese Dinge einzugestehen und die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen ist eine Angewohnheit, an der du wachsen wirst.

Punkt 6: Erfolgreiche Läufer und Läuferinnen glauben an sich selbst
Können wir alles erreichen, wenn wir nur fest genug daran glauben? Ziemlich sicher nicht. Ein Funken Wahrheit steckt aber trotzdem in dieser etwas zweifelhaften Weisheit: Wenn wir etwas erreichen wollen, dann müssen wir zuerst daran glauben, dass wir es schaffen können.
Wenn du glaubst, dass du zu unsportlich bist, um mit dem Laufen anzufangen, dann wirst du wahrscheinlich nie den ersten Schritt machen.
Wenn du glaubst, dass du niemals einen Halbmarathon oder Marathon laufen könntest, dann wird es wahrscheinlich auch nicht passieren.
Wenn du diese Glaubenssätze ablegst, dann ist das zwar noch lange keine Erfolgsgarantie, aber du hast das vielleicht größte Hindernis bereits aus dem Weg geräumt. Erfolgreiche Läufer und Läuferinnen glauben an sich selbst.

Punkt 7: Erfolgreiche Läufer und Läuferinnen haben das Laufen zu einem Teil ihrer Identität gemacht
Was macht dich zu einem Läufer bzw. einer Läuferin? Die Tatsache, dass du regelmäßig Laufen gehst?
Nur das kann es nicht sein, denn ich bleibe ja ein Läufer, wenn ich eine Verletzung auskuriere oder in den Urlaub fahre und die Laufschuhe zu Hause lasse. Es ist vielmehr eine Frage des Selbstbildes: Du wirst in dem Moment zum Läufer oder zur Läuferin, indem du den Entschluss fasst, es zu sein. Das kann schon vor deinem allerersten Lauf passieren, oder auch erst Jahre später.
Und es ändert alles, weil das Laufen dann keine Pflichtübung mehr für dich ist, sondern etwas, das du so selbstverständlich tust wie das Atmen oder Zähneputzen. Das heißt nicht, dass du nie wieder ein Motivationstief erleben wirst – aber es heißt, dass du jedes Tief überwinden und schließlich wieder zum Laufen zurückfinden wirst, und dass dich das Laufen ein Leben lang begleiten wird.
Und das ist meiner Meinung nach der größte Erfolg, den du als Läufer oder Läuferin erreichen kannst.

 

 


Laufen ist gesund und bewirkt Wunder

 

Es gibt viele Gründe, warum Laufen gesund ist. Ich habe euch einige mal zusammengefasst.
• Laufen erhöht die Lebenserwartung
• Wir sind zum Laufen geboren
• Laufen stärkt das Herz
• Laufen hält die Arterien gesund
• Laufen stärkt die Lunge
• Laufen macht klug
• Laufen hält jung
• Laufen hilft beim Abnehmen

Fazit – Das sind die positiven Effekte des Laufens….

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Unsere Gesellschaft scheint wie besessen von der Furcht vorm Altwerden. Nach der Anti-Aging-Welle der 90er-Jahre mit ihren Anti-Falten-Cremes und Schönheits-OPs hofft man in den Zukunftslabors des kalifornischen Silicon Valley derzeit sogar „das Altern heilen“ zu können – und investiert Hunderte Millionen Dollar in die Entwicklung von Therapien und Arzneien zur Linderung oder gar Umkehr der zugrunde liegenden biologischen Prozesse.

Wir Läufer können uns über einen solchen Aktionismus nur wundern, denn bekanntermaßen existiert längst ein Mittel, das genau das leistet, wonach sich die Menschen sehnen: Laufen schützt vor Krankheiten aller Art, mildert die Folgen und reduziert sogar die verräterischen äußeren Kennzeichen des Alterns. Man braucht weder neumodische Fantastereien wie Biohacking noch milliardenschwere Investitionen, um diesen Quell der Jugend für sich nutzbar zu machen. Man muss nur die Laufschuhe schnüren und loslaufen. Ihr kennt meinen Spruch: Ab dem Moment, ab dem man läuft, wird man jünger.

Führende Altersforscher und Dutzende von Studien bestätigen immer wieder, Laufen ist das beste Anti-Aging-Mittel, das es gibt. Es stärkt Herz und Lunge, hilft beim Abnehmen und Figur halten und verschafft uns sogar legale Rauschzustände. Wenn man bedenkt, dass es zudem dabei hilft, geistig und körperlich fit zu bleiben und vielen der gängigsten altersbedingten Krankheiten und Gebrechen vorzubeugen, wird klar, dass das Laufen ziemlich nah an unsere Traumvorstellung eines Wundermittels gegen das Altern herankommt.

Laufen erhöht die Lebenserwartung
Ein australisches Forscherteam des Institute for Health & Sport der Victoria University in Melbourne kam nun zu dem Ergebnis, dass bereits 50 Minuten wöchentliches Joggen die Lebenserwartung signifikant erhöhen kann. Läufer haben demnach ein um 27 Prozent geringeres Sterberisiko als Nichtläufer. Hinzu kommt, dass Läufer vitaler, glücklicher und zufriedener im Vergleich zu Nichtläufern sind und das zeigt sich sowohl in kleinen alltäglichen als auch in ganz elementaren Dingen, ohne die es gänzlich witzlos wäre, hundert Jahre alt zu werden.

Wir sind zum Laufen geboren
Stellt man sich den Planeten Erde in grauer Vorzeit vor, verwundert es kaum, dass Laufen jung und fit hält. Rund zwei Millionen Jahre hing das Leben unserer Urahnen von ihren läuferischen Fähigkeiten ab. „Die Evolution hat uns zu Läufern gemacht, da wir sonst verhungert wären“, so der Anthropologe David Raichlen, der an der University of Arizona (USA) die evolutionäre Entwicklung körperlicher Betätigung erforscht. „Dass wir stets in Bewegung bleiben mussten, bescherte uns größere Herzen und breitere Kapillaren.“

Vor Tausenden von Jahren hatte der Mensch zwei Varianten eines Gens im Erbgut, die zu einem stark erhöhten Risiko für Alzheimer und Herz-Kreislauf­-Erkrankungen führen. Dennoch begannen die Menschen schon zu dieser Zeit, weit älter zu werden als andere Säugetiere. Die Hauptursache dafür sieht er darin, dass der Mensch so viel laufen musste – um zu fressen und nicht gefressen zu werden. Das viele Laufen reduzierte das Risiko für diese Krankheiten, trotz der genetischen Vorbelastung.

Für Raichlen ist es auch kein Zufall, dass heutzutage, da wir zivilisationsbedingt nur noch wenig laufen (wenn wir uns überhaupt bewegen), unser Risiko für chronische Krankheiten extrem gestiegen ist. „Körperliche Aktivität hat einen großen Anteil daran, dass der Mensch zu dem geworden ist, der er ist“, sagt er. „Nicht zu laufen, widerspricht unserer evolutionären Bestimmung.“

Die positiven Effekte des Laufens auf Herz, Gehirn und zur allgemeinen Vorbeugung altersbedingter Krankheiten sind unabhängig davon, in welchem Alter man damit beginnt. Laut Gesundheitsexperten profitieren Menschen im Alter zwischen 45 und 60 sogar am stärksten davon, da dies die Lebensphase ist, in der altersbedingte Krankheiten erstmals auftreten beziehungsweise sichtbar zunehmen.

Laufen stärkt das Herz
Legen Sie doch mal Ihre rechte Handfläche auf die linke Seite Ihrer Brust. Spüren Sie den starken Herzschlag? Genau darin liegt der größte Nutzen des Laufens im Kampf gegen das Alter, denn Herzerkrankungen sind weltweit die Todesursache Nummer eins. Je älter wir werden, desto steifer und starrer werden unsere Arterien. Die Folge: Sie können sich nicht mehr so gut weiten, um einen erhöhten Blutstrom zu bewältigen. Das gilt insbesondere für die Aorta, die Hauptschlagader, die das Blut vom Herzen in den Blutkreislauf leitet, und für die Halsschlagadern, die von der Brust zum Kopf verlaufen.

Treten diese schleichenden Veränderungen auf, ist eine kardiale Komplikation nicht mehr weit. Hinzu kommt: „Heute wissen wir, dass auch das Nachlassen geistiger Fähigkeiten mit steigendem Alter überwiegend auf eine zunehmende Beeinträchtigung der Gefäßfunktion zurückzuführen ist“, so Douglas Seals, Professor für Integrative Physiologie und Experte für Gefäßalterung an der University of Colorado Boulder (USA).

„Auch die mit dem Alter statistisch ansteigende Gefährdung für Diabetes wird maßgeblich durch den Zustand und die Funktionsfähigkeit der Gefäße beeinflusst. Es gibt sogar eine starke Korrelation zwischen Arteriengesundheit und Nierenleiden.“ Durch regelmäßiges Laufen kann man sich laut Seals vor all dem schützen, da Laufen nicht nur die Elastizität der Arterien erhält, sondern auch die Gefäße verjüngt und kräftigt.

Laufen hält die Arterien gesund
Schon wenn wir mit dem Laufen starten, brauchen alle Muskeln – nicht nur im Oberschenkel, den Waden und dem Gesäß, sondern auch im Rücken, den Schultern und Oberarmen – mehr Sauerstoff. Um sie damit zu versorgen, steigt die Atemfrequenz, das Herz schlägt schneller und pumpt sauerstoffreiches Blut zu jeder Faser unserer Muskeln. Dieser Prozess ist mehr als nur ein Transportvorgang: Er hält unsere Arterien stark und gesund. Das bedeutet, dass du egal, ob du dich mit 40 Jahren einem Laufkurs anschließt oder als Rentner mit dem Laufen beginnst, damit dein Herz um Jahre verjüngst. Und zu guter Letzt zeigen wissenschaftliche Studien, dass gesunde Arterien meist mit einem guten körperlichen Allgemeinzustand auch jenseits des Herz-Kreislauf-Systems einhergehen. Für Seals, der in Boulder ein kommunales Projekt für gesundes Altern mitbegründet hat, sind Ausdauersportarten wie Laufen daher der entscheidende Faktor im Kampf gegen das Alter. „Es ist wichtiger als alles andere, sogar wichtiger als eine gesunde Ernährung oder Stressabbau.“

Laufen stärkt die Lunge
Es gibt noch einen weiteren Messwert zur Bestimmung unseres biologischen Alters, der uns verrät, wie fit und gesund wir sind: die VO2max, die maximale Sauerstoffmenge, welche der Körper im Zustand der Belastung pro Minute verwerten kann. Zwar spielt dieser Wert für das alltägliche Laufen kaum eine Rolle und es genügt auch zu wissen, dass er sich erhöht, durch vielfältiges Training (Lange Läufe, Läufe an der anaeroben Schwelle und Intervalltraining). Doch ein höherer Wert ist nicht nur hilfreich für eine neue Marathon-Bestzeit, sondern kommt auch der Gesundheit zugute.

„Aus noch unbekannten Gründen gehen niedrige VO2max-Werte mit einem erhöhten Risiko für chronische Erkrankungen einher“, sagt Frank W. Booth, Physiologie-Professor an der University of Missouri und Spezialist für den Zusammenhang zwischen körperlicher Fitness und der Anfälligkeit für Krankheiten. „Fällt die VO2max unter einen bestimmten Wert, nehmen chronische Erkrankungen dramatisch zu.“ Aber keine Sorge: Sie brauchen nicht viel zu tun, um Ihre VO2max auf ein gutes Niveau zu bringen. Es reicht, ein- oder zweimal pro Woche kurze Intervalle mit einer Belastung von 85 bis 90 Prozent der maximalen Herzfrequenz zu laufen. „Das ist ein Faktor des Älterwerdens, auf den man einen recht großen persönlichen Einfluss hat“, so Booth. „Wer möglichst lange fit und gesund bleiben will, sollte alles tun, um seine VO2max möglichst hochzuhalten.“

Laufen macht klug
Klar, man kann sein Herz auch stärken und seine VO2max erhöhen, indem man sich aufs Rad setzt, schwimmen geht oder seinen Hund ausführt. Das Besondere am Laufen ist jedoch seine Wirkung auf die geistige Leistungsfähigkeit. Forscher der University of North Carolina etwa bescheinigen Läufern ein buchstäblich „jugendlicheres Gehirn“. Und an der University of Arizona stellte man fest, dass Laufen sich ähnlich positiv auf das Gehirn auswirkt wie Aktivitäten, die eine gute Feinmotorik erfordern, also etwa Schlagballsportarten oder Musizieren. Eigentlich überraschend, da Laufen eher nicht zu den geistig und koordinativ anspruchsvollen Tätigkeiten gezählt wird, schließlich muss man im Grunde nur einen Fuß vor den anderen setzen und aufpassen, dass man nicht stolpert.

„Tatsächlich ist Laufen kognitiv aber durchaus fordernd“, erklärt Raichlen, „man bemerkt es nur nicht.“ Die Baumwurzel am Boden, die Ampel, die gerade gelb wird, der eigene Hund, der im Zickzack an der Leine vor einem herläuft – all das sind Herausforderungen, die man in Sekundenschnelle meistern muss.“ Wenn wir noch einmal auf unsere Urahnen zurückblicken, finden wir die Erklärung dafür in der Evolution. „Als Jäger und Sammler haben wir uns zügig hin und her bewegt und mussten dabei immer wissen, wo wir waren und wie wir wieder an den Ausgangspunkt zurückgelangten. Dazu brauchten wir räumliches Vorstellungsvermögen sowie die ­Fähigkeit, Entscheidungen im Voraus zu planen“, erklärt Raichlen. „Wir glauben, dass solche kognitiven Fähigkeiten im Zuge der Evolution an körperliche Betätigung gekoppelt wurden.“

Ganz gleich, wie alt du bist – schon mit einem relativ geringen Laufpensum bewirkst du körperliche Veränderungen von der Muskulatur über Herz und Hirn bis zum Immunsystem, mit denen du dein biologisches Alter um Jahre zurück­drehen kannst.

Laufen hält jung
Ein Blick auf die Beine der meisten Marathonläufer reicht als Beweis, dass Laufen für schlanke, muskulöse Beine sorgt. Der größte Vorteil des Laufens liegt aber nicht darin, sondern in seinen unsichtbaren Auswirkungen auf zellulärer Ebene. So wie es unsere Arterien gesund hält, regeneriert und verjüngt das Laufen nämlich auch unsere Mitochondrien, die Kraftwerke in unseren Zellen. Dadurch können die Muskelfasern Energie effizienter in Kontraktionen umsetzen. Wichtig ist das deshalb, weil die Effizienz der Mitochondrien in der Energiebereitstellung mit steigendem Alter abnimmt.

„Grob gesagt, entweicht immer mehr Sauerstoff durch die Membranen der Mitochondrien, sodass die Muskeln mehr Sauerstoff verbrauchen“, erklärt Justus Ortega, Professor für Bewegungswissenschaft und Leiter des Labors für Biomechanik an der Humboldt State University in Kalifornien. „Faszinierenderweise scheint die dynamische Bewegung des Laufens die Reparatur der Mitochondrien zu stimulieren, sodass die Energiebereitstellung wieder so effizient ist wie bei jüngeren Erwachsenen.“

Ortega konnte durch eine Studie belegen, dass ältere Läufer nicht nur gesündere, besser funktionierende Mitochondrien haben als Nichtläufer, sondern in puncto Energieeffizienz sogar mit Jüngeren mithalten können. „Laufen bewirkt, dass die Muskeln wieder so gut funktionieren wie bei sehr viel jüngeren Menschen“, sagt Ortega. „Das Beste daran: Gelingt es uns, durch das Laufen die Mitochondrien jung zu halten, ermöglicht uns das ein rundum aktiveres, erfüllteres Leben, was wiederum das Risiko für typische Alterserscheinungen wie Herzleiden, Diabetes, Knochenschwund und Fettleibigkeit reduziert.

Das Laufen bewirkt nicht nur unmittelbare und dauerhafte körperliche Veränderungen, die uns „jünger“ machen, sein größter Nutzen besteht nach Ansicht der Forscher in den positiven Auswirkungen, die sich daraus für das ganze Leben ergeben: Laufen verleiht uns Kraft, Vitalität und Energie. Während unsere Gesellschaft nach Wundermitteln sucht, die ewige Jugend versprechen, kennen wir die Formel längst: Laufen leistet genau das, was wir uns von diesen Mitteln erhoffen. „Die positiven Effekte beschränken sich ja nicht nur auf eine verbesserte Muskeleffizienz, eine Stärkung des Herzens oder der Knochen“, so Ortega, „Laufen bereichert das Leben in vielerlei Hinsicht. So viele Pillen kann man gar nicht nehmen, um all das zu bewirken.“

Laufen hilft beim Abnehmen
Joggen ist der Kalorienkiller unter den Ausdauersportarten. Bei starkem Übergewicht empfiehlt es sich zum Schutz der körperlichen Gesundheit erst ein paar Kilos durch das Radfahren zu verlieren und dabei die Ausdauer zu stärken. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, das Laufen für eine Gewichtsreduktion zu praktizieren. Allerdings reicht das Laufen allein nicht aus. Ein Kaloriendefizit sollte dennoch gegeben sein, auch wenn es nicht ganz so groß sein muss, wie wenn Sie ohne Sport abnehmen.

Das geniale Fazit: Laufen bewirkt viele körperliche Veränderungen. Das sind die Wichtigsten:

Gehirn
Läufer haben mehr „graue Zellen“ und damit ein besseres, schnelleres Gedächtnis, was dazu führt, dass sie sich wacher und deutlich klüger fühlen.

Herz
Ausdauertraining macht die Arterien wieder so elastisch wie in jungen Jahren. Damit sinkt das Risiko für Nierenleiden, Diabetes, neurodegenerative Erkrankungen und Arterienentzündungen.

Lunge
Die maximale Sauerstoffmenge, die man unter Belastung pro Minute aufnehmen kann, ist mehr als nur eine statistische Größe für Zahlenfreaks. Je älter wir werden, desto weiter sinkt normalerweise der Wert. Damit steigt die Gefahr chronischer Erkrankungen. Eine der besten Methoden, die VO2max hochzuhalten, ist also intensives Intervalltraining.

Immunsystem
Ist dir schon mal aufgefallen, dass du dich deutlich seltener mit einer Erkältung rumschlagen musst als deine nicht laufenden Freunde und Bekannte? Das ist kein Zufall. Regelmäßiges Laufen stärkt erwiesenermaßen das Immunsystem und beugt altersbedingter Kränklichkeit vor.

Muskeln
Mit jedem Laufschritt katapultierst du deinen Körper und somit dein Körpergewicht in die Höhe. Das stärkt Muskeln und Knochen und ist fürs Jungbleiben überaus wichtig.

Wohlbefinden
Sowohl das Laufen im Laufkurs als auch die Teilnahme an Wettkämpfen schaffen Gelegenheiten, wichtige soziale Bindungen beziehungsweise Freundschaften und Bekanntschaften zu knüpfen. Das wird mit zunehmendem Alter, wo Menschen zu vereinsamen drohen, immer wichtiger.

Brauchst du noch weitere Gründe? Ich glaube nicht. Also… keep on running!

 


Warum trainieren wir bei der Lauf & Fitnessakademie wie wir trainieren?

LDL, ZDL Intervalltraining – warum machen wir das und laufen nicht einfach im Dauerlauf durch den Wald oder am Neckar oder Rhein entlang?

Wir wollen ein abwechslungsreiches Training bieten, das Spaß macht.

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Immer nur das Gleiche tun, würde schnell langweilig. Aber auch aus trainingswissenschaftlichen Aspekten macht es Sinn abwechslungsreich zu trainieren. Schließlich wollen wir uns ja weiterentwickeln und wer immer nur das Gleiche macht, wird maximal auf dem Niveau bleiben, auf dem er ist. Unser Training folgt den sportwissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Vielfalt im Training wird auch durch das Prinzip der wechselnden Belastung bestätigt. Wichtig ist es sowohl etwas für die Ausdauer, für die Schnelligkeit, für die Koordination und für die Athletik Reize zu setzen. Nur so werden wir ein kompletter Läufer oder eine komplette Läuferin. Und ganz wichtig! Im Vordergrund steht bei uns immer der Spaß an der Bewegung.

 


Trailrunning-Workshop

Unser Trailrunning-Workshop am 21. Mai war ein voller Erfolg. Bei bestem Wetter ging es hoch auf die Strahlenburg. Peter informierte über die nötige Ausrüstung beim Trailrunning und Kati übernahm das Warm-up. Ebenso erläuterten wir die Lauftechnik am Berg und setzten sie auch gleich in die Praxis um. Anschließend liefen wir eine abwechslungsreiche Strecke mit ca. 400 Höhenmetern, es gab schöne Singletrails und schnelle Wege bergab. Wenn du das nächste Mal dabei sein willst, kannst du dich hier schon anmelden!

 


Ausblick

Habt ihr schon unsere neuen Laufreisen entdeckt? Wenn nicht, schaut gerne auf unserer Homepage vorbei: https://www.laufundfitnessakademie.de/laufreisen/

Außerdem starten demnächst unsere neuen Anfängerlaufkurse – wenn ihr also Freunde, Bekannte etc. habt, die gerne mit dem Laufen beginnen möchten, macht gerne Werbung und leitet den Newsletter weiter! Zur Übersicht geht es hier entlang.

 


 

Unsere Kooperationspartner

Heute möchten wir euch nochmal unsere Kooperationspartner vorstellen.

Zum einen ist da der Odlo-Store in Mannheim O7,1 und zum anderen haben wir mit Volltreffersport einen kompetenten Ansprechpartner bezüglich der Laufschuhberatung.

Wenn ihr bei Odlo in Mannheim einkaufen möchtet, bekommt ihr 25% Rabatt. Hierzu ist ein sogenanntes Badge erforderlich. Dieses Badge bekommt ihr auf Wunsch von uns zugeschickt. Anfragen bezüglich des Badges bitte an info@laufundfitnessakademie.de

 


Outfits der Lauf & Fitnessakademie

Bisher hatten wir immer saisonale Aktionen zur Bestellung von Outfits der Lauf & Fitnessakademie. Ab sofort könnt ihr jederzeit Kleidung bei uns ordern. Nutzt einfach unsere Website. Unter https://www.laufundfitnessakademie.de/kleidung/ findet ihr unser Angebot. T-Shirts und weitere Kleidung wird das Angebot demnächst noch abrunden.

 

 

 

 


Bewertungen…

… sind heute echtes Geld wert 😉 Auf unserer Facebook-Seite stehen schon ein paar tolle Bewertungen aber wir würden uns natürlich über weitere (tolle 😉) Bewertungen freuen – hier findet ihr den Link!  Außerdem könnt ihr uns auch gerne hier auf Google bewerten.

Jeder, der eine Bewertung abgibt, nimmt automatisch an unserer Verlosung teil und kann ein Lauf-T-Shirt der Lauf & Fitnessakademie gewinnen.

 


 

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